Nicht weniger

Sonntag, 29. November 2009 ~ Kommentier mich...(3) ~ Twitter mich...

Erste Halbzeit

Fußball ist die ganze Welt zwischen vier Kreidelinien.

Als ich auf die Welt kam, brach Vater mit allem, was in seinem Leben bis dahin eine Rolle gespielt hatte. Diese recht überschaubare Ansammlung sozialer Aktivitäten wäre schnell aufgezählt, entscheidend aber ist, dass er sich mit meiner Ankunft auch vom Fußball entfernt hatte.

Mehr noch: Vater lag mittlerweile mit seinem Verein über Kreuz. Einst zog ihn die Aufregung vor jedem Spiel noch vor dem ersten samstäglichen Sonnenstrahl aus dem Bett. Auch wenn erst sonntags gespielt wurde. Er kannte praktisch jedes Nest von hier bis zum Sudan. Hauptsache, es gab dort eine Wiese mit Toren und sein Verein war eine der Mannschaften, die dort zu spielen gedachten.

Doch als man in unserer Stadt dem Wahn verfiel, dass bezahlter Fußball Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, weniger Kriminalität, sauberere Straßen, ständig schönes Wetter, Arbeitsplätze, kulturelle Bereicherung, Synergie-Effekte, touristische Attraktivität, Investitionsvorhaben und Arbeitsplätze schaffen würde, konnte Vater dort nicht mehr hingehen.

Wie ein Hund litt er unter der Erkenntnis, dass die ollen Suffköppe auf den Tribünen und die noch süffigeren Fans auf den Stehplätzen sich selbst zu einer Herde von Stimmvieh degradierten und in pseudodemokratischen Vereinsversammlungen jedem ihre Stimme hinterher schmissen, der an dem Abend das kühlere Bier spendierte.

Vater war fortan jedes Wochenende daheim. Mutter freute das sehr, und auch ich fand es toll. Nun gut, manchmal schlief er gelangweilt neben mir im Kino ein, aber wenn er sein Schnarchen bemerkte und davon erwachte, erkaufte er sich hinterher immer ein blütenweißes Gewissen. Mit Schokoladeneis.

Es gibt Dinge, die Männer verbinden, auch wenn sie altersmäßig dreißig Jahre auseinander liegen. Schlechte Gewissen und kühle Erpressung gehören dazu. Und das geht in Ordnung so. Das sind die Regeln des Spiels und sie gelten. Für jeden gleichermaßen.

Trotz allem: Der Fußball lies ihn nicht los. Wäre sein Leben ein französischer Film, kämen die Zeitungsberichte über seinen Verein der Adresse einer längst abgelegten, jedoch niemals vergessenen und in heimlichen Augenblicken traurig herbei gesehnten Geliebten gleich. Beim Auslüften alter Anzüge wäre wahrscheinlich ein niemals abgeschickter Brief aus der Tasche gefallen, unverhofft, erschreckend, befeuernd. Die staubige Brüchigkeit des Kuverts hätte all die Erinnerungen zurück geholt, die er längst vergessen zu haben glaubte.

Zweite Halbzeit

Eines Winters, ich war fünf oder sechs, ging er mit mir endlich ins Stadion. Zum ersten Mal. Nein, nicht den Prunkbau, den die Stadt aus gewichtigen Gründen über die Schmerzgrenze hinaus subventioniert hatte. Sein Verein hatte sich in einem halben Jahrzehnt durch ein gefühltes Dutzend Insolvenzen geschummelt und spielte nun wieder im alten Sportpark.

Wir kamen pünktlich zur zweiten Halbzeit.

(Vater hatte natürlich vorgehabt, pünktlich zu erscheinen, so richtig, von Beginn an. Wäre er damals selbst für seine Beerdigung zuständig gewesen, hätte er sicher auch hier die Anwesenden für eine Weile versetzt. Temporale Dysfunktionalität nannte er sein "Leiden". Ohne Not immer fünf nach zwölf Mutter.)

Ein Ordner ließ uns noch rein. Für lau. Wir erklommen eine Unmenge schiefer Stufen. Angeblich hat damals, nach dem Krieg, sogar die Mannschaft an dem Stadion mit gebaut. So sah es auch aus. Kurz unter der Wolkendecke hatten wir unseren Standort erreicht.

Vaters Platz war am Süddamm, Stehplatz, direkt neben der Anzeigetafel. Man sah von hier wunderbar. Vor mir erstreckte sich ein eng abgestecktes Rasenviereck, eingegrenzt von Zäunen und Werbebanden. Auf diesem Teppich von Gras schossen Männer einen Ball hin und her. Manchmal fiel einer hin. Dann kam von der Seite eine Art Sanitäter mit Decke angerannt, damit der Gefallene nicht fror. (Später stellte ich fest, dass dieser spezielle Sanitäter auch im Sommer mit Decke unterwegs sein sollte.)

Mir war, als sei das Stadion ein eigener Planet. Millionen Menschen waren hier, standen auf Stufen, die sich beherzt gegen die Schwerkraft wehrten, oder hockten auf kleinen Sitzschalen, deren Anblick allein schon Hämorrhoiden verursachte. Und dieses Rufen! Als dirigiere sie ein unsichtbarer Taktstock, ließen alle ein kehliges "Ooouhhh" oder ein wütendes Sch-Wort erschallen.

Männer mit Bierbechern standen beieinander und sprachen über wichtige Dinge. Männer ohne Bierbecher gingen zu kleinen Ständen, um sich Nachschub zu besorgen. Männer verabschiedeten sich, betreten eilig und ohne Becher, und kamen wieder, erleichtert und mit neuen Bechern.

Dass meine ersten Erinnerungen an Fußball mit Entbehrung, mit Kampf, Härte, Leid verbunden wären, kann ich nicht behaupten. Hier gab es alles: Spielgefährten, Bratwürste, Limo. Ich konnte schreien, toben, Treppen hoch und runter rennen, Erwachsene beim Pinkeln hinterm Damm mit kleinen Kieselsteinen bewerfen. Niemand hielt mich auf, keiner bat um Ruhe oder warf gar etwas zurück - wie auch, ohne freie Hände. Es war wie im Kindergarten, nur dass sich hier niemand um die Leute scherte, die ständig das Sch-Wort riefen.

Vater erklärte mir das Spiel. Die Weißen, das sind unsere. Die Schwarzen die anderen. Als er versuchte, die strenge Einteilung in Wir und Die, Gut und Böse, Unsere und Blöde zu relativieren, fragte ich ihm, wer der Rote sei.

"Das ist der Schiedsrichter, der passt auf, das keiner Mist macht."

Das beruhigte mich. Wir befanden uns in einer fremden Welt, und es gab hier jemanden, der die Dinge regelte. Ab und zu fiel mal einer um. Dann pfiff dieser Schiedsrichter. Manchmal riefen die Leute dann wieder "Ooouuhh Menno!" aber das schien dazu zu gehören.

Ich lernte, dass man sich wie ein Springteufel benehmen darf, wenn Unsere ein Tor geschossen hatten. Ein Mann neben uns umarmte Vater und Vater umarmte ihn. Keiner kannte den anderen. Aber auch das war in Ordnung. Ich hielt meine Bratwurst fest und sorgte dafür, dass niemand meinen Limobecher umtrat. Ich würde hier niemanden umarmen, so viel stand schon mal fest, aber Vater zu sehen, wie er in die Knie ging, wenn einer der Anderen auf unser Tor schoss, war unbezahlbar.

Nie war ich ihm näher als hier.

Heimsieg!

Wir hauten die Schwarzen 4:0 weg. Wir putzten sie ab, wir schickten sie nach Hause, wir versohlten ihnen den Arsch. Siege ohne Verluste waren mit die liebsten, doch kaum etwas ging über die Partien, in denen alles gegen uns stand: Wetter, Schiedsrichter, Verletzungen, kurz: Das Schicksal als solches, und wir das Ding doch noch zu einem guten Ende brachten. Legendäre Abwehrschlachten, mit neun Spielern, die achtzig Minuten die Kiste sauber hielten und ein Remis ertrotzten; Galavorstellungen, die unter Ausschluss der physikalischen Gesetze stattfanden, in denen all das gelang, wozu man in Hollywood Stuntmen und Computertricks benötigt.

Natürlich, Niederlagen gab es auch, und das nicht zu knapp. Aber die steckte man weg. Wie es sich für echte Körls gehört. Nur Weicheier treten nach.

Nachspielzeit

Erst Jahre später, ich war mittlerweile an der Uni und selber Vater, begriff ich, wie tief die Weisheit war, die mein alter Herr besessen hatte. Im Grunde genommen hatte ihm das niemand zugetraut - außer Mutter, die wie eine schlaue Füchsin hinter alles blicken konnte und der man nichts vormachen konnte. Einige Monate nach seinem Tod fand sie auf dem Dachboden einen alten Koffer, darin die gesammelten Aufzeichnungen eines Lebens zwischen ständigem Hoffen und nimmer enden wollender Trübsal. Halbgare literarische Gehversuche, philosophische Fragmente, Tagebücher. Eine kleine Fußballerpuppe mit roten Haaren, die er als Kind geschenkt bekommen hat. Fotos. Ein Schal von "OFI Kreta".

Die Puppe steht mittlerweile bei meinem Sohn im Zimmer. Vaters Aufzeichnungen habe ich für meine Diplomarbeit benutzt. "Ethische Ansätze in einer Gesellschaft des Spiels - Die Moral des homo ludens". Auf genau neunzig Seiten führte ich im hochwissenschaftlichen Sprachgeklirr aus, was Vater als Schlussfolgerung zur Grundlage seines ganzen Lebens gemacht hatte:

  • Erlaubt sind nur die Füße, der Kopf und die Brust - Du bist also determiniert.
  • Es gibt Regeln, die funktionieren und das Spiel gelingen lassen - Wenn sich alle dran halten.
  • Du kannst dich nie darauf verlassen, dass alle Regelverstöße gesehen und geahndet werden - Komm damit klar, aber nutze es nicht aus.
  • Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh.

Ich bin mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Mein Professor meinte, die vorliegende Arbeit wäre eine fahrlässige, wenn auch nett zu lesende Kompilation wirrer Gedanken. Ohne Hand und Fuß. Akademisch untragbar. Intellektueller Hooliganismus.

Das Leben ist wie ein Fußballspiel. Nicht weniger. Und manchmal kassiert man in der letzten Minute noch das Gegentor. Aber es gibt ja noch eine zweite Halbzeit, wenigstens ein Rückspiel, auf jeden Fall eine neue Saison.

So einfach ist das.

Liebes Internet,

Samstag, 28. November 2009 ~ Kommentier mich...(2) ~ Twitter mich...

könnten wir das mal lassen? Das Herumgereite auf sexueller Orientierung (Wowereit, Westerwelle)? Oder der Herkunft (Ossi-Kanzlerin Merkel, Baron Guttenberg)? Oder den Lebensläufen (Familienministerin Köhler, hat noch nicht einmal Kinder!!!1!)? Das ist weder witzig, noch originell.

Wäre wirklich nett, wenn du die Kritik an dem ansetzt, was die Leute konkret tun, und nicht an dem, was sie sind. Meinetwegen können sich Gebildete gerne über Miseren empören, aber Empörung um der Erregtheit willen ist nur eine schwache Simulation von Gescheitheit.

Das kannst Du besser, liebes Netz. Danke.

Grippel die Wutz - Finale

Freitag, 27. November 2009 ~ Kommentier mich...(3) ~ Twitter mich...

War dann doch wohl etwas anderes. Keine Neue Grippe. Noch nicht einmal eine alte. Was genau, konnte uns auch keiner sagen. Dem Kleinstfloh geht es aber wieder gut.

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Das Omen verstanden und auf dem Rückweg vom Kinderarzt bei meiner Gesundheitsarbeiterin reingeschaut. Vielleicht gibt es ja was umsonst. Hinter verschlossener Tür debattiert die Assistenzärztin mit der mürrischen Krankenschwester. Ob es sich lohne, heute noch eine neue Pulle Anti-Wutz aufzureißen. Es sei ja schließlich Freitag, kurz vor Ende der Sprechstunde. Als ich Bedarf am H1N1-Menü signalisiere, steckt die Ärztin begeistert den Kopf heraus. Da ist ja noch Einer! Triumphierend sieht sie die Schwester an. Die Schwester hasst die Ärztin für diesen Sieg. Und sie hasst mich. Grummelnd schneidet sie den Tetrapak mit Impfkram auf und macht mir meine Spritzen fertig.

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Horst Evers, der große Philosoph des Volkes, in seinem epochalen Werk "Gefühltes Wissen":

"Man kann also gesund und froh durchs Leben gehen, aber letztendlich nur, weil einem die nötige Fachkenntnis fehlte, um zu wissen, wie furchtbar das alles ist."

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Ob ich einen Impfausweis habe? Nein. Olles SV-Buch, von damals, aus DDR-Zeiten? Auch nicht. Gibt es doch nicht! Müsst ich doch haben! Ich fühle mich schrecklich unterversorgt. Wahrscheinlich fragt mich die Schwester gleich nach meinem Arier-Pass. Wo der herum liegt, habe ich auch vergessen. Keiner kann sich erklären, wie ich so alt werden konnte. Ohne die Papiere! Wie furchtbar das alles ist.

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Treffe im Behandlungszimmer auf einen Azubi. Die Terror-Schwester unterweist den jungen Mann, der unmöglich älter als zwölf ist, im richtigen Gebrauch der Spritze. Sein Blick flüstert Keine Angst! Bin im vierten Studienjahr!, die Körperhaltung schreit Mami, hier sind ja lauter Kranke!. Dennoch schaut er sehr beflissen drein. Wie ein angehender Frisör, der größtes Interesse bei der Erkenntnis heuchelt, dass Wasser nass ist.

Vorsichtig besprüht er meinen Oberarm mit Desinfektion oder Angstschweiß, wer kann das heutzutage schon wissen, und greift sich eine Spritze. Osama bin Sprechstundenhilfe funkt dazwischen.

"Ja, sieht schon gut aus, bist aber noch 'n bissl zaghaft, 'ne?! Also: Die Spritze in die eine Hand" - Nehmen oder stechen? - "nehmen," - Puh! - "und wie einen Dartpfeil halten, ja, das, so, ja, so is richtig!"

Der Azubi zielt, holt aus, zielt noch einmal, holt wieder aus. Abrupt wird seine Vorwärtsbewegung abgebrochen.

"Und am besten nimmste noch den Arm. So!" Sie umgreift das Fleisch meiner Schulter und quetscht sie mit der Zärtlichkeit eines kirgisischen Gewaltpornodarstellers zu einem Tennisball. "Dann machste sone Wurscht. Und dann: Rinn!"

Der Azubi zielt, holt aus, zielt noch einmal, holt wieder aus. Zielt. Todesmutig komme ich ihm ein Stück entgegen. Die Spritze steckt, der Azubi wird käseweis. Die Schwester jubelt. Treffer! Die andere Seite ist dann nur noch Routine. Ich danke demütig für die Unterweisung und injiziere mir die Saisongrippe selbst, während die Assistenzärztin dem Studenten Luft zufächelt.

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"Ach ja, Impfausweis. Hat er ja nicht. Dann hammse wohl auch keine Tetanus? Diphterie? Strabuzikokken? Schnullozyten? Schaschlik?"

Schaschlik? Schulterzucken. Ich bin illegaler Einwanderer im Reich des Impfens. Wie der Affe aus Outbreak - Lautlose Killer. Durch das Fenster der Praxis beobachte ich ein Dutzend schwarze Transporter. Bremsen quietschen, Reifen qualmen. Heraus springen Rollkommandos der Gesundheitsbehörde in Schutzanzügen. Die Tür fliegt aus dem Rahmen, Panik bricht aus. Die Soldaten stürmen die Praxis, einer nach dem anderen, und alle rufen während des Hereinkommens Palim-Palim! und sehen aus wie Uli Hoeneß. Die Impfstoffe scheinen zu wirken. Ich falle vorschriftsmäßig ins Delirium.

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Mücken! Überall Mücken! Und mittendrin: Lothar Matthäus, der Ursula von der Leyen die Haare pedikürt. Mit einem arbeitslosen Killerspiel aus Kundus!

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"Im Januar kommense dann zu Diphterie-Tetanus-Kinderlähmung-Keuchhusten. Eine Vierfachimpfung."

Zahlt übrigens die Kasse.

Grippel die Wutz - II

Mittwoch, 25. November 2009 ~ Kommentier mich...(0) ~ Twitter mich...

Das zentrale Labor kommt mit den Analysen nicht hinterher. Wir wissen also noch immer nicht, weshalb wir Junior als Bügeleisen verwenden können. Morgen vielleicht. Haben also noch genug Zeit für mein letztes Dutzend Hemden.

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Werde zum Abendessen die Restportion Spaghetti des Kleinstfloh zu mir nehmen. Schieße sie vorher noch durch die Mikrowelle. Sehe es als ängstlichen Versuch einer passiven Immunisierungsstrategie an.

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Interessantes Neusprech: H1N1 wird auf den Internetseiten des Gesundheitsministeriums als Neue Grippe bezeichnet. Nix Schwein. Nix Amerika. Neu.

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Aus einem Infoblatt der BZgA:

Bleiben Sie zu Hause, wenn eine Infektion mit dem neuen Grippevirus bestätigt wird. Wenn Sie alleinstehend sind, bitten Sie Nachbarn und Familienangehörige um Hilfe: Einkäufe und Besorgungen sollten an der Tür abgestellt und nicht in die Wohnung getragen werden.

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Der Name der Rose. Dritter Tag. Nona. William zu Adson:

Die ausgeschlossenen Leprakranken würden am liebsten alle anderen mit in ihr Verderben ziehen. Und je mehr du sie ausschließt, desto schlimmer werden sie, und je mehr du sie dir als eine Schar von Lemuren vorstellst, die immerfort auf dein Verderben sinnen, desto gründlicher werden sie ausgeschlossen. Der heilige Franz hatte das begriffen, und so war seine erste Entscheidung, unter den Aussätzigen zu leben. Denn man kann das Gottesvolk nicht verändern, wenn man die Ausgeschlossenen nicht wieder integriert.

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DANGER!

Das Foto stammt von KateMonkey und steht unter CC-Lizenz.

In Firefox we trust

Mittwoch, 25. November 2009 ~ Kommentier mich...(0) ~ Twitter mich...

Und wer bin ich, dass ich meinem Rechner nicht vertraue?

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Dieser Beitrag stammt von der Internetseite http://www.flohbu.de und wurde am 6. Juli 2009, um 22:28 Uhr ausgedruckt. Alle Inhalte unterliegen der Creative Commons Lizenz. Es ist Ihnen gestattet, das Werk zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen. Zu den folgenden Bedingungen: