Ihr Körper
Dienstag, 31. Juli 2007
war bei weitem nicht alles, was sie so anziehend machte; dennoch stellte er das entscheidende Satzzeichen einer vollendeten Formulierung dar...
Neuer Dopingfall
Samstag, 28. Juli 2007
Leipzig (fbn). Erneut ist es im sächsichen Leistensport zu schmutzigen Regelbrüchen gekommen. Während des heutigen Geburtstagswettkampfes fertigte Ingrid P. vom Team "Rentenkasse" einen Kaffee an, der eindeutig gegen die Bestimmungen der Weltantidoping-Agentur (WADA) verstieß. "Mir sind nach der ersten Tasse die Zähne stumpf geworden", berichtet ein um Anonymität bittender Teilnehmer. "Dieses Zeug war so stark, dass man damit die A4 hätte teeren können - dreispurig, hin und zurück!".
Alte Bekannte
Ingrid P. ist nicht das erste Mal ins Visier der Anti-Doping-Kämpfer geraten. In der Saison 05/06 servierte sie ihren Gästen einen derart verzwiebelten Kartoffelsalat, welcher durch die notwendigerweise entstehenden Gasentladungen die Klimaerwärmung mehr als nur marginal vorantrieb. Die zuständigen Wettkampfärzte gehen davon aus, dass die mit dem Kaffee in Kontakt Geratenen nun lange Zeit nicht werden schlafen können. "Wahrscheinlich vier bis neun Nächte - Wenn man den Vollmond noch hinzunimmt, wohl erst gegen Ende August". Die Wettkampfleitung war bisher nicht zu erreichen, ließ aber über den Pressesprecher mitteilen, dass sie eine Annullierung der Veranstaltung für ausgeschlossen hält. Bitte lesen sie auch hierzu unseren Kommentar:
Leichtathletik, Tour de France, Rummelcatchen - All diese Sportarten sind befleckt durch die Undiszipliniertheit ihrer zum Erfolg verdammten Teilnehmer. Nun streckt die häßliche Krake Doping ihre Tentakeln auch nach Rentner-Geburtstagsfeiern aus und keiner ist verwundert darüber, denn eine regelrechte Industrie hat sich im Schatten von "Sie lebe hoch!" angesiedelt; eine Industrie, die skrupellos genug ist, all das Gute, Wahre und Schöne dem Profit zu opfern. Dabei geht sie leichtfertig mit der Gesundheit der zumeist ahnungslosen Athleten um: Diese treffen sich in treuem Glauben nach dem Motto "Mal sehen, wer sich heute auf die Schnauze haut" um die Jubilare zu ehren, Torte zu futtern und sich ordentlich die Hucke vollzukippen. Doch sie sollen alle betrogen werden, denn in den rauchigen Hinterzimmern gewissenloser Gerontologen wird gesalbt, geschluckt und gespritzt, als gäbe es kein Morgen mehr.
Doch ihr Sportsgeist wird auf eine harte Probe gestellt - die mit {de:Insulin} vollgepumpten, an der Klosterfrau-Flasche hängenden Hochleistungsrentner sind durch den jahrelangen Konsum von Schmerz- und anderen Mitteln rezeptorisch soweit lädiert, dass jede Speise ein Übermaß an Geschmacksverstärkern und Rauschmitteln enthält. Will diese Sportart überleben, muss sie am besten gestern einen harten Schnitt machen. Oder sie muss damit leben, zukünftig ohne die Glückwunschsendungen des MDR ein Nischendasein zu fristen. Horst Köhler, übernehmen sie!
Dokumentation
Donnerstag, 26. Juli 2007
einer Niederlage: Ein Hamburger Liedermacher schreibt sich seinen Frust von der Seele. Erstaunliches tritt zutage:
Einmal flog ein Ei in unsere Richtung, und einmal wurde Wasser aus einem offenen Fenster geschüttet, das nicht unsere Demonstranten traf, sondern einen Polizisten.
Fazit: Keiner will in LE mehr mit dem Wandertags-Abgeordneten der unabhängigen Rechten spielen.
Alle doof.
Die Bachelorette
Mittwoch, 25. Juli 2007
Der Besuch mancher Orte mutet zuweilen wie eine Zeitreise an; so auch heute, hier, an meiner ersten Hochschule. Erste Bilder der eigenen Vergangenheit, aufgenommen von einer imaginären Außenkamera, tauchen vor dem geistigen Auge auf. Darin: Man selbst als Hauptdarsteller, souverän, unangreifbar, unbesiegbar; der Soundtrack im MP3-Format, direkt aus den eigenen Kopfhörern. Stätten der Niederlage verblassen, Ruhmeshallen, gefüllt mit Stolz, leuchten heller und bunter als je zuvor. Menschen werden zu Statisten - Notwendige Staffage einer Gaukelei. Sich nicht als Verlierer zu fühlen ist hier die größte persönliche Leistung des Tages.
"Mit Alt-Tab kann man zwischen den Anwendungen umschalten."
"Oh, danke!"
(Mehrfach 1,0 - GO Kü, GO!)
Konservieren
Dienstag, 24. Juli 2007
Man müsste viel mehr Dinge konservieren können. Gefühle zum Beispiel: Das Magendrücken am Tag vor der Klausur, hervorgerufen durch den immer wieder aufkeimenden Schuldgedanken des Ach hätt' ich doch nur eher begonnen!; den Endorphin-Geysir beim Erblicken der Aufgaben, weil der Beginn doch nicht zu spät wie angenommen war; das grenzwertige Freudentänzchen, wenn das Bestehen mitgeteilt wird.
Und doch wird man das nächste Mal wieder den selben Fehler machen und die gleichen Qualen leiden. Wenigstens etwas Konstanz in dieser Welt.
